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Historisches
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Stoßdorf ist erstmalig in einer Urkunde vom 9. Mai 1174 erwähnt, die Kaiser Friedrich
Barbarossa bei Sinzig ausstellte. Inhalt dieser Urkunde ist die Bestätigung des
Markt-, Zoll- und Münzrechtes und die Begrenzung des Siegburger Burgbannes, der
wie in dem Privileg Kaiser Heinrich VI. vom Jahre 1071 umschrieben ist, für die
Benediktinerabtei Siegburg. |
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Stoßdorf ist bis zur Landnahme durch die Franken (bis 500 n. Chr.), wie an der Sieg
alle alten Dörfer mit der Endung -dorf entstanden. Mondorf, Meindorf, Wolfsdorf,
Buisdorf, Zissendorf, Walarichsdorf (Weldergoven), Dondorf und Eitorf sind wohl
auch in diese Gründungszeit zu setzen.
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Der Name Stoßdorf (1147 Stozdorp), steht in Verbindung mit dem althochdeutschen
Wort stôz = Erhöhung. Das Dorf liegt auf einer hochwasserfreien Niedertrasse und
von der Sieg aus gesehen auf einer leichten Erhöhung. |
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Die zu Pfingsten oder am 1. Mai gepflegten Bräuche sind vom Wachstumsgedanken geprägt.
Die an diesen Tagen gefeierten Feste des neuerwachenden Lebens in der Natur sind
in fast allen germanischen aber auch slavischen Ländern bekannt. Wahrscheinlich
gehen sie auf das bei den Germanen am Frühlingsanfang gefeierten Nerthusfest zurück.
Nerthus ist die von den germanischen Stämmen verehrte Erdgöttin. |
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Der Maibaum lässt sich auf einen germanischen Stangenkult zurückführen und hatte
wohl geisterscheuchende Bedeutung. Er steht auch heute noch im Mittelpunkt des Festes
und ist in ganz Nord-West-Europa bekannt. Auch in England sind die Tänze um den
Maibaum heute noch sehr beliebt. |
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Das Wort "Paias" scheint aus dem Französischen übernommen und bedeutet soviel wie
Strohmann, Vogelscheuche oder Spaßmacher, Hanswurst. Mit der Verbrennung dieses
Pfingstmannes am letzten Tage des Festes sollte wohl symbolisch alle Sorge, Krankheit
und Ungemach, die der Winter mit sich brachte, verbrannt werden. |
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